Ist Afrika das neue China?

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Heute beginnt der Global Summit des Consumer Goods Forums, bei dem sich jährlich das Who is Who der Konsumgüterbranche trifft. Dieses Jahr findet die Konferenz in Kapstadt, Südafrika, statt. Mein Kollege Florian Huber, EY Consumer Products & Retail Transaction Services Leader GSA, ist vor Ort und wird uns hier in Kürze von seinen Eindrücken berichten.

Das Thema der Konferenz in diesem Jahr lautet „Seizing opportunities in the face of disruption“. Ein spannendes Motto, das – wie ich finde – auch wunderbar zum Veranstaltungsort Kapstadt passt. Denn im Angesicht der positiven wirtschaftlichen Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent stellt sich gerade für Konsumgüterunternehmen und Händler die Frage, ob sich dort eine Jahrhundertchance für die Branche auftut.

Ich habe mich in letzter Zeit intensiv mit Afrika befasst und im vergangenen Jahr auch einen Point of View zu diesem Thema veröffentlicht. Viele Mandanten haben mich daraufhin gefragt, warum sie meiner Meinung nach Afrika gerade jetzt ganz oben auf ihrer Agenda haben sollten.

Meine persönliche Initialzündung zum Thema Afrika war ein Vortrag an der IESE über „Entwicklungen der Weltwirtschaft“. Ich hatte Gelegenheit, ihn zu hören, als ich mit meinen Freunden der Baden-Badener Unternehmer Gespräche in Barcelona war.

Prof. Alfredo Pastor zeigte dort eine Grafik, die mich und sicher auch die meisten anderen Anwesenden völlig verblüffte: Sie führte vor Augen, dass die U.S.A., Europa, Indien, Japan, China und Mexiko alle zusammen mit ihrer Fläche mühelos in den afrikanischen Kontinent passen. Trotz aller Faktenkenntnis hat mich die enorme Größe Afrikas dann doch sehr überrascht.

Und von der geographischen Größe einmal abgesehen: Laut Internationalem Währungsfonds werden 24 Länder in SSA (Sub-Saharan Africa) bis 2030 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von jährlich mehr als fünf Prozent erleben.

Hinzu kommt, dass Afrika nach Asien in den kommenden Jahrzehnten den höchsten Bevölkerungszuwachs weltweit verzeichnen wird. Dadurch wird sich auch die Mittelschicht Afrikas deutlich vergrößern und mit ihr die Zahl der Konsumenten.

In meinen Gesprächen habe ich festgestellt, dass es vielen Menschen geht wie mir: Das Potenzial Afrikas wird so lange unterschätzt, bis man sich die Mühe macht, genauer hinzuschauen. Das ist sicher auch ein Grund für die bisherige Zurückhaltung vieler deutscher Unternehmen für Investitionen in Afrika.

Nach meiner Einschätzung ist es lohnend, sich jetzt mit Afrika und insbesondere den schnell wachsenden Großstädten dort zu beschäftigen. Afrika wird zweifellos in den kommenden Jahren zu einem höchst interessanten Absatzmarkt auch für europäische Konsumgüterhersteller.

 

Welche Erwartungen haben Sie an die Entwicklung der Konsumgüterbranche in Afrika?

 

Ich freue mich auf die Diskussion mit Ihnen.

 

Ihr Thomas Harms

 


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