Rückblick Consumer Goods Forum 2017

People waiting in line with shopping baskets at grocery store

Liebe Leser des EY Consumer Blog,
ich blicke auf eine erlebnisreiche Zeit beim Global Summit des Consumer Goods Forum (CGF) zurück. Die Vorträge und Diskussionen vor Ort haben gezeigt, dass wir uns in eine spannende Zukunft bewegen. Mit rasanter Geschwindigkeit verlieren bisherige Einkaufs-, Verkaufs- und Vermarktungsmuster ihren Wert.
Eines der zentralen Themen auf dem Global Summit in Berlin war die Übernahme der Premium-Biokette Whole Foods durch Amazon. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie können sich Händler in der neuen Realität zurechtfinden?
Betrachten wir einmal die Evolution des Lebensmitteleinzelhandels; vereinfacht stellt sie sich wie folgt dar:

Grafik für Wrap Up CGFKeine der neu auftretenden Formen innerhalb der Evolution hat deren Vorgänger komplett vom Markt verdrängt, jedoch haben sich durch jede Entwicklung das Spielfeld und vor allem die Marktanteile verändert. Vor diesem Hintergrund haben die Diskussionen beim Consumer Goods Forum gezeigt, was ich bereits seit langer Zeit vorhersage: Der stationäre Handel hat eine Zukunft, wenn er sich den evolutionären Entwicklungen stellt. Das bedeutet, dass durch Erlebniswelten, Qualität, Beratung und Nachhaltigkeit Kundenbindung erzeugt werden kann. Ich bin überzeugt davon, dass Kunden für High Interest Products weiterhin den stationären Handel aufsuchen werden. Eine persönliche Beratung beim Kauf eines argentinischen Dry Aged Steak in einer Metzgerei-Erlebniswelt wird auch langfristig nicht durch den Onlineeinkauf ersetzt werden können.

Anders sieht es in Bezug auf Low Interest Products aus, hier wird es immer wahrscheinlicher, dass das Geschäft vom stationären zum Onlinehandel übergeht, da Kunden an dieser Stelle eine bequeme Einkaufsweise bevorzugen werden.
An dieser Stelle gehe ich sogar noch einen Schritt weiter: Für Low Interest Products wird der Weg hin zur Sprachsteuerung gehen. Alexa & Co. werden für alle Produkte aus diesem Bereich zum Personal Shopper. Das wird den Markt für diese Produkte weiter konzentrieren, weil diese sprachgesteuerten Mitbewohner tendenziell das nachbestellen werden, was im letzten Einkaufskorb lag. Wer will sich schon eine Liste möglicher Waschmittel oder Tissues vorlesen lassen? Und ist es dann nicht egal, von welchem Händler der Warenkorb kommt, der morgens vor der Tür steht?

Ich freue mich auf die Diskussion mit Ihnen.

Ihr Thomas Harms


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